Stippvisite bei den Sklavenhändlern

Nach der 1. Mai-Demonstration des DGB führte die Basisgewerkschaft FAU zu Zeitarbeitszentralen in Mitte

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Die FAU unterwegs zu Personalservice-Agenturen

»Flexibel« müssten die Beschäftigten heutzutage sein, das sagen die Unternehmer. Weil der Arbeitsmarkt immer breiter gefächert sei. Diese Entwicklung entspreche ohnehin den gesellschaftlichen Ansprüchen. Darauf stellt sich auch der Arbeitsmarkt ein: 930 000 Zeitarbeiter gibt es derzeit in der Bundesrepublik. Tendenz: steigend.

Die syndikalistische Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union (FAU) nennt diese Leiharbeit – in der die Beschäftigten bei einem Personaldienstleister angestellt sind und an die Betriebe ausgeliehen werden – eine »moderne Form von Slavenhandel«.

Die FAU veranstaltete am Tag der Arbeit einen Spaziergang durch Berlin-Mitte zu diesen Arbeitsvermittlern. In einem Pulk von 50 Demonstranten, einem Geiger und einem Kontrabassisten besuchten sie den Bundesverband für Zeitarbeit und den Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister, die ab Mai zum Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) fu...


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