Sarkozy will Wähler locken

Frankreichs Präsident eckt mit Prämienidee an

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Angesichts schlechter Umfragewerte kommt Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy auf immer abenteuerlichere Ideen. Seine »Arbeitnehmerprämie« stößt zu Recht auf Widerstand.

Im Präsidentschaftswahlkampf 2007 hatte Nicolas Sarkozy versprochen, der »Präsident der Kaufkraft« zu werden. Die von der Linksregierung eingeführte 35-Stunden-Arbeitswoche war ein rotes Tuch für ihn. Er propagierte statt dessen, die Franzosen sollten »mehr arbeiten, um mehr zu verdienen«. Ein Jahr vor der nächsten Präsidentschaftswahl stellen die arbeitenden Franzosen fest, dass mehr Unternehmen denn je ins Billiglohnausland abgewandert sind, die Arbeitslosigkeit anhaltend hoch ist und das Rentenalter um zwei Jahre hinausgeschoben wurde. Andererseits wurden die »Besserverdienenden« mit üppigen Steuergeschenken bedacht, während die Kaufkraft der Löhne bestenfalls stagnierte.

Da Sarkozy voraussieht, dass ihm 2012 die Stimmen jener Franzosen fehlen werden, die über seine nicht gehaltenen Versprechen verbittert sind, wollte er sie jetzt durch eine spektakuläre Geste für sich zurückgewinnen. »In allen Unternehmen müssen die Beschäftigten sp...


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