Kretschmann erklärt den Koalitionsvertrag

Der designierte Ministerpräsident von Baden-Württemberg unterwegs auf »Bürgertour«

  • Von Barbara Martin
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Eine »Politik des Gehörtwerdens« hat Winfried Kretschmann (Grüne) versprochen. Dass der designierte Ministerpräsident von Baden-Württemberg es ernst meint, will er mit einer »Bürgertour zum Koalitionsvertrag« belegen. Mannheim, Ulm und Konstanz stehen noch auf dem Programm, Start war am Freitagabend in Stuttgart. Dort musste er sich vor allem vielen Stuttgart-21-Gegener stellen.

Im alten Landtag im Stuttgarter Süden sitzen und stehen etwa 200 Interessierte. Hier im Heusteigviertel haben die Grünen bei der Landtagswahl im März fast 45 Prozent geholt. Jubel brandet also auf, als Winfried Kretschmann, bald erster grüner Ministerpräsident, den Saal betritt – es ist der erste Termin seiner »Bürgertour« durch Baden-Württemberg. In dem mit prachtvollen Kassetten und Säulen geschmückten Raum hat nach dem Krieg der erste württembergisch-badische Landtag getagt. Gebaut worden ist das Haus 1890, um Arbeitern Raum zum Wohnen und für Kultur zu geben.

Soziale Fragen spielen an diesem Kretschmann-Abend allerdings keine Rolle. Von roten Samtvorhängen eingerahmt sitzt der 62-Jährige lässig an einem Holztisch und greift die Stichworte auf, die ihm der Stuttgarter Grünen-Kreisvorsitzende Philipp Franke liefert. Mehr Geld für bessere Bildung, Ausstieg aus der Atomkraft, neue Mobilitätskonzepte für die Welt propagiert Kretsch...


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