Das Übel Rüstung

Von Harry Nick

»Rüstung ist ein Unheil vor allem deshalb, weil ihre Gegenstände gebraucht werden wollen.«

Die Bundesrepublik hat den dritten Platz unter den Rüstungsexporteuren erobert. Rüstung ist in jeder Hinsicht von Übel. Als die sowjetische Führung den – ihr vom damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan hingeworfenen – Fehdehandschuh des Rüstungswettlaufs aufnahm, hatte sie gleich mehrere Umstände wohl nicht genügend bedacht. Vor allem, dass ein militärisches Gleichgewicht bei dreifacher wirtschaftlicher Kapazität der NATO-Länder im Verhältnis zu den Warschauer-Vertrag-Staaten letztere wirtschaftlich viel härter treffen musste. Es war auch damals schon zweifelhaft, ob ein solches »Gleichgewicht auf höherem Niveau« wegen der »Overkill«- Kapazität auf beiden Seiten für die Abschreckung notwendig war. Die Sowjetunion bedachte wohl auch nicht, dass Rüstungsausgaben wirtschaftlich und sozial in einem sozialistischen Lande eine rein negative Wirkung haben. In einer kapitalistischen Wirtschaft ist das durchaus nicht ebenso der Fall.

Rüstung ...


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