Zweifel am Prinzip »Deckel drauf und zu«

Fachgespräch der grünen Bundestagsfraktion: Die Tendenz geht zur nicht ganz endgültigen Lagerung von Atommüll

  • Von Regina Stötzel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das politische Ziel, Atommüll für alle Zeiten tief im Erdboden verschwinden zu lassen – zum Beispiel in einem Salzstock im Wendland – halten immer größere Kreise für falsch. Die Fraktion der Grünen diskutierte bei einem Fachgespräch Alternativen.

Das Foto zeigt kleine Kinder in Straßenschuhen und weißen Kitteln vor einer Kammer mit Atommüll in der Asse. Aufgenommen wurde es vor nicht einmal fünf Jahren, im September 2006. Man habe ein Sicherheitsgefühl vermittelt statt einen Sicherheitsnachweis zu erbringen, kritisiert Wolfram König, der Präsident des Bundesamts für Strahlenschutz. Weil ein solcher Nachweis noch immer in weiter Ferne ist, gilt für ihn: »Wir müssen auch sagen, was wir nicht wissen.«

Rebecca Harms, Europa-Abgeordnete der Grünen, nennt den Wassereinbruch im Atommülllager Asse II in einem Atemzug mit der Katastrophe von Fukushima. Beide Ereignisse hätten dazu beigetragen, dass die Diskussion um Atomkraft neu geführt werde. Auch was die Entsorgung des tödlichen Abfalls angeht, könne »das Worst-Case-Szenario nicht mehr verdrängt werden«.

Stefan Wenzel, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Niedersachsen, zeigt anhand von Zitaten aus Politik, Wissenschaft und Wi...


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