70 000 Lehrer in Mexiko im Streik

Ausstand soll unbefristet weitergehen / Gefordert werden unter anderem Rücktritte von Politikern

  • Von Andreas Knobloch, Mexiko-Stadt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Lehrer im Bundesstaat Oaxaca fordern mit ihrem Streik nicht nur mehr Geld für den Bildungssektor, sondern auch den Rücktritt verschiedener Politiker sowie die Aufarbeitung der blutigen Niederschlagung von Protesten 2006. Diese war vor einem Jahr versprochen worden, lässt aber bis heute auf sich warten.

Die mehr als 70 000 Lehrer der Lehrergewerkschaft SNTE im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca befinden sich seit Montag in einem unbefristeten Streik. Demonstrationen und Straßenblockaden legten zeitweise das historische Zentrum von Oaxaca-Stadt lahm. Mindestens 13 500 Schulen blieben geschlossen; für rund 1,3 Millionen Schüler fiel der Unterricht aus. Mit dem erneuten Ausstand wollen die Lehrer den Druck auf die Regierung in Mexiko-Stadt und die des Bundesstaates erhöhen.

Im Februar war es bei einem Besuch des Präsidenten Felipe Calderón in Oaxaca zu heftigen Protesten und stundenlangen Straßenschlachten zwischen demonstrierenden Lehrern und der Polizei gekommen.

Oaxacas Gouverneur Gabino Cué Monteagudo rief die streikenden Lehrer auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Regierungen hätte »große politische und finanzielle Anstrengungen« unternommen, um auf die mehr als 80 Forderungen der Gewerkschaft einzugehen. Er bezeich...


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