Das Quecksilber-Mysterium

Trotz global fallenden Verbrauches steigt Quecksilbergehalt in der Arktis

  • Von Andreas Knudsen
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Seit den 70er Jahren wird in Europa und den USA Quecksilber in technischen Anwendungen zunehmend durch andere Stoffe ersetzt und insbesondere aus den Rauchgasen der Kohlenkraftwerke gefiltert. Die Quecksilberwerte im Blut arktischer Tiere steigen dennoch auch heute noch an.

Der Quecksilbergehalt in der Atmosphäre geht nach einer Stabilisierung inzwischen weltweit leicht zurück. Trotzdem werden bei etwa 20 Prozent der arktischen Tierarten, insbesondere in Grönland und Kanada, steigende Quecksilberwerte im Blut gemessen. Dieser Widerspruch gab Wissenschaftlern ein Rätsel auf, das zu lösen sich AMAP zum Ziel setzte. AMAP ist eine Arbeitsgruppe des Arktischen Rates, die sich mit Umweltfragen beschäftigt und die Regierungen der Mitgliedsländer in diesen Fragen berät.

In einem jetzt vorgelegten Forschungsbericht verweisen die Wissenschaftler auf zwei Hauptquellen der steigenden Verunreinigung. Der Energiehunger in Ostasien, insbesondere in China, wird durch eine steigende Anzahl von Kohlekraftwerken g...


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