Spanier zu stark

HSV und Rhein-Neckar Löwen nur im B-Finale

  • Von Oliver Mucha, SID
  • Lesedauer: 2 Min.

Für den deutschen Meister HSV Hamburg und die Rhein-Neckar Löwen platzte der Traum vom Sprung auf den europäischen Handball-Thron geplatzt. Die beiden Bundesligisten zogen beim Final-Four-Turnier in Köln in den deutsch-spanischen Halbfinal-Duellen den Kürzeren und spielten am Sonntag nur um den undankbaren dritten Platz, den sich Meister Hamburg mit einem 33:31-Erfolg gegen die Löwen sicherte.

Hamburg unterlag im Halbfinale Angstgegner Ciudad Real mit 23:28, die Löwen mussten sich zuvor dem spanischen Meister FC Barcelona mit 28:30 geschlagen geben. Im Endspiel am Sonntag (n. Red.) griff Ciudad Real nach seinem vierten Titel in der europäischen Königsklasse, Vorjahresfinalist Barcelona hatte die Champions League bisher sechsmal gewonnen.

Der HSV scheiterte zum vierten Mal in Folge an Ciudad und beglich die von Präsident Andreas Rudolph zuvor angesprochene »offene Rechnung« nicht. Vor 19 250 Zuschauern in der ausverkauften Kölner Arena waren Hans Lindberg und Stefan Schröder mit jeweils fünf Toren die besten HSV-Werfer. Bei Ciudad glänzte Alberto Entrerrios mit sechs Treffern. »Das war nicht unser Spiel. Mit so einer Leistung hat man es auch nicht verdient«, sagte Nationalmannschaftskapitän Pascal Hens. Das Team von Trainer Martin Schwalb leistete sich insgesamt zu viele technische Fehler und leichte Ballverluste. Dabei mussten die Spanier, die im Viertelfinale die SG Flensburg-Handewitt aus dem Wettbewerb geworfen hatten, zunächst einen Schock verdauen. Nationaltorhüter Arpad Sterbik verletzte sich bereits in der vierten Minute bei einer Abwehraktion und musste ausgewechselt werden. Trotz der lautstarken Unterstützung der eigenen Fans und eines ganz starken Nationaltorhüters Johannes Bitter kamen die Hanseaten nie auf die Erfolgsspur.

Bei den Löwen war Nationalspieler Uwe Gensheimer mit sieben Toren bester Werfer. Für die Badener war es im achten Vergleich mit einer spanischen Mannschaft im Europacup die erste Niederlage. »Ich konnte nicht an die Leistung von Slawomir Szmal anknüpfen. Wenn er 60 Minuten durchgespielt hätte, hätten wir gewonnen«, sagte Löwen-Schlussmann Henning Fritz. Der überragende polnische Nationaltorhüter Szmal musste Mitte der zweiten Halbzeit mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel seinen Platz für Fritz räumen. In dieser Phase setzten sich die Katalanen von 20:20 (46.) auf 25:20 (50.) ab.

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