Darmkeim ist in Brüssel angekommen

EHEC forderte weitere Tote und Erkrankte / EU will Landwirte mit 150 Millionen Euro entschädigen

Seit einem Monat gibt das aggressive EHEC-Bakterium Kliniken, Forschern und Behörden Rätsel auf. Noch immer ist die Quelle für den Erreger, der mindestens 23 Menschen das Leben kostete und über 2200 krank machte, unklar. Die wegen der Epidemie von Einkommensverlust betroffenen Bauern in der EU sollen mit rund 150 Millionen Euro entschädigt werden.

Luxemburg/Berlin (Agenturen/ND). »Wir werden einen Betrag von 150 Millionen Euro vorschlagen«, sagte EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos am Dienstag in Luxemburg. Dort waren die Agrarminister der 27 EU-Staaten zusammengekommen, um über die Folgen der EHEC-Krise und mögliche Entschädigungszahlungen zu beraten.

Die genaue Summe der Hilfen hänge von der Höhe der Verluste ab, fügte Ciolos hinzu. Zur Berechnung werde ein Zeitraum vom Beginn der Krise Ende Mai bis Ende Juni zugrunde gelegt. Zahlreiche europäische Gemüsebauern haben wegen der Warnungen vor dem Verzehr von rohen Gurken, Tomaten und Salaten schwere Einbußen hinnehmen müssen. Besonders Spanien fordert Hilfen für seine Landwirte, da deutsche Behörden in spanischen Gurkenlieferungen zeitweise den Ausgangspunkt des lebensgefährlichen Darmkeims vermutet hatten. Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) ste...


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