Kultkneipe oder Saufbude

Eine beliebte Münchner Bar soll Luxuswohnungen weichen. In der Stadt ist eine Diskussion um die Mieten entbrannt

  • Von Britta Schultejahns und David Kluthe, dpa
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

In Berlin gibt es die Diskussion seit Jahren, in Hamburg sowieso, und jetzt hat die Gentrifizierungsdebatte um die Umgestaltung ganzer Stadtviertel auch die bayerische Landeshauptstadt erreicht. In ihrem Mittelpunkt steht die Münchner Kultkneipe »Schwabinger 7«.

München. Auf den ersten Blick ist die dunkle Kneipe – versteckt in einer kleinen Ecke im Münchner Stadtteil Schwabing – nichts Besonderes. Schummeriges Licht, laute Musik und links in der Ecke ist der Erste schon eingeschlafen. Das trinkfreudige Publikum steht dicht und gedrängt, in die dunklen Wände sind Namen und Liebesschwüre eingeritzt.

Vielleicht stammen sie von einem der Besucher oder seinen Eltern – vielleicht aber sogar von seinen Großeltern. Denn schon seit der Nachkriegszeit ist das Lokal »Schwabinger 7« eine Institution in Münchens Ausgehviertel und für so manchen die letzte Station einer durchfeierten Nacht.

Mittermeier ist dabei

»Ich liebe es hier – obwohl es so grantlig ist. Ich liebe es«, sagt eine Besucherin in einer verregneten Juninacht. In die Partystimmung mischt sich Trauer und Nostalgie, denn Ende des Monats soll das ebenso düstere wie schillernde Kapitel der Münchner Geschichte für immer schließen. Die ...


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