Saarland reformiert sein Schulsystem

Jamaika-Regierungskoalition und die LINKE beschließen im Landtag Verfassungsänderung

  • Von Oliver Hilt, Saarbrücken
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der saarländische Landtag hat nach langen Verhandlungen am gestrigen Mittwoch die schwarz-gelb-grüne Bildungsreform verabschiedet.

Im Saarland wird es künftig ein zweigliedriges Schulsystem aus Gemeinschaftsschule und Gymnasium geben. Die LINKE stimmte am Mittwoch gemeinsam mit den Jamaika-Regierungsfraktionen für eine entsprechende Verfassungsänderung, die SPD blieb bei ihrer Ablehnung. Da im Saarland als einzigem Bundesland die Schulformen in der Verfassung verankert sind, war für die Einführung der Gemeinschaftsschule eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Landtag erforderlich. Die Gemeinschaftsschule soll mit der Zusammenführung der bisherigen Erweiterten Realschule (ERS) und den Gesamtschulen entstehen und alle Bildungsabschlüsse einschließlich eines Abiturs nach 13 Jahren ermöglichen.

Zähes Ringen um zweites Reformprojekt

Für den grünen Bildungsminister Klaus Kessler ist damit nach zähem Ringen zumindest sein zweites großes bildungspolitisches Reformprojekt unter Dach und Fach. Er war zuvor mit dem Plan, ein fünftes Grundschuljahr einzuführen, an SPD und LINKEN g...


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