Es gibt eine humanitäre Krise

Die Menschen in Gaza erleiden in vielerlei Hinsicht Mangel

  • Von Oliver Eberhardt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Seit Jahren streitet Israel darüber, ob es im Gaza-Streifen eine humanitäre Krise gebe. Dabei zeigen die Zahlen der Experten deutlich: Es gibt sie.

Das Schifa-Hospital in Gaza-Stadt war einmal ein Modell dafür, wie ein Krankenhaus zu funktionieren hat: Im Ausland ausgebildete, oft hoch spezialisierte Ärzte behandelten ihre Patienten mit moderner Technik. Die Ärzte sind geblieben. Doch behandeln können sie ihre Patienten kaum noch. Seit Israel den Gaza-Streifen im Sommer 2006 abgeriegelt hat, wird darüber gestritten, ob es in dem dicht besiedelten, nur 360 km² großen Landstrich eine humanitäre Krise gebe – hier, im Schifa-Hospital, ist sie unübersehbar. »Die Leute hungern nicht direkt; sie haben zu essen. Aber sie essen das Falsche. Und was dann mit ihnen passiert, wird erst offensichtlich, wenn sie einen Arzt brauchen – und wenn der den Leuten dann nur einen Schluck Wasser und ein paar Tipps geben kann«, sagt Krankenhaus-Sprecher Dr. Abdullah Schweiki. Denn auch dort fehlt es an allem, an Ersatzteilen für Röntgengeräte sowie an Desinfektionsmitteln für Operationssäle, Verbandsmate...


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