ETCS – eine europäische, aber teure Angelegenheit

Streit um ein Bahnsicherheitssystem beim Parlamentarischen Abend

  • Von Erich Preuß
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Wenn es um das Passieren der Staatsgrenzen mit Eisenbahnzügen geht, darf es ruhig etwas teuer sein. Den Eindruck gewann man auf dem Parlamentarischen Abend am Dienstag, den die Bahnindustrie und das Deutsche Verkehrsforum veranstalteten.

Klaus-Dieter Scheurle, Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, sorgte schnell für Klarheit: Für die Ausrüstung der vier quer durch Deutschland führenden Verkehrskorridore mit dem einheitlichen europäischen Zugleitsystem ETCS habe die Regierung kein Geld. Was die Bahnindustrie gern verkaufen möchte, sei nicht nötig.

Worum geht es? Die Deutsche Bahn sichert ihre Züge gegen das Vorbeifahren an Haltsignalen und regelt die Geschwindigkeit auf Hochgeschwindigkeitsstrecken mit Hilfe zweier Zugbeeinflussungssysteme, die recht narrensicher sind. 20 verschiedene solcher Systeme werden bei den europäischen Bahnen benutzt. Damit an den Grenzen wegen der unterschiedlichen Technik die Züge nicht die Lokomotiven wechseln müssen, fahren sie mit den nationalen Ausführungen der Strom- und auch der Zugsicherungssysteme, manche Lokomotiven besitzen die siebenfache Ausrüstung, eine teure Sache. Jedes Gerät kann mehrere hund...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.