Alles klar oder egal?

Die LINKE lud 50 Flüchtlinge, die in Bayern leben, zum Gespräch ein

  • Von Thomas Blum
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das Asylbewerberleistungsgesetz, das Flüchtlingen hierzulande kein würdiges Leben gestattet, wird in Bayern restriktiv gehandhabt. Die LINKE lud 50 von dem Gesetz Betroffene in den Bundestag ein. Das Innenministerium empfing die Flüchtlinge nicht einmal.

Ndeye Awa Sandjiry: »Die Leute haben kein Herz.«

»Ich habe gedacht, Deutschland ist ein Land, in dem man frei sein kann«, sagt Ndeye Awa Sandjiry Kebe, eine Frau aus dem Senegal. Sie ist 21 Jahre alt, vor eineinhalb Jahren hat sie es nach Deutschland geschafft. Die Asylbewerberunterkunft, in der sie ihr Dasein fristen muss, liegt 30 Kilometer von Augsburg entfernt, in the middle of nowhere. »Wie kann ich integriert sein, wenn ich keine Kontakte habe und mir keine erlaubt sind, wenn wir eingesperrt sind?«, fragt sie. Eingesperrt, so muss man das nennen. Awa muss sich mit drei anderen Menschen aus anderen Ländern einen Raum von etwa 20 Quadratmetern teilen. Eine Ausbildung, selbst ein Deutsch-Kurs, werde ihr verwehrt, sagt sie. »Wir sind doch Menschen, keine Tiere.« Sie ist nicht die einzige, die so spricht.

Awa sitzt, gemeinsam mit anderen Flüchtlingen, in einem Sitzungsraum des Bundestages. Nicht wenige von ihnen erwecken den Eindruck, als hätten sie sich für diesen Anlass ihre Sonnta...


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