Den Bürschlein einen Spiegel vorgehalten

Aktionsbündnis in München protestiert gegen »Kommers« rechtsgerichteter Männerbünde

  • Von Rudolf Stumberger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

»Gegen Rassismus, Sexismus und völkischen Nationalismus«, so lautete die Parole einer Demonstration, die sich gegen das Treffen der weit rechts stehenden »Burschenschaftlichen Gemeinschaft« zum »Festkommers« am Samstag in München richtete. Aufgerufen dazu hattte dazu das Bündnis »Bashback«.

Protest ganz in pink gehalten.

Die Demonstration ging vom Münchner Prinzregentenplatz in die nahe Möhlstraße, wo sich in nobler Umgebung die weitläufige Villa der Burschenschaft Danubia befindet. Dort hatte das rechte Männerbündnis Unterschlupf gefunden, nachdem das »Sudetendeutsche Haus« in München aufgrund von Protesten eine Vermietung von Räumen rückgängig gemacht hatte.

Die Burschenschaftliche Gemeinschaft ist ein 1961 in München gegründeter Zusammenschluss verschiedener rechter Burschenschaften aus Österreich und Deutschland, wobei sie, so die Veranstalter der Protestaktion, »in ihrem völkischen Nationalismus Österreich sowie einige Gebiete in Polen und Tschechien als Teile eines Großdeutschlands begreifen«. Ihre Vorstellung von Nation gründe sich dabei in der »rassistischen Blut-und-Boden-Ideologie«, die systematisch nicht-weiße Menschen und Minderheiten ebenso wie Juden ausschließe. Ebenso sei das Geschlechterbild dieser Burschenschaften von sexistischen Ideol...


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