Nach Jahren immer noch fremd

Der bundesweite Verein Amaro Drom fördert die Selbstorganisation junger Roma

  • Karl Matthias Grünberg
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Das Team des Berliner Vereins Amaro Drom kümmert sich um kleine und große
Probleme von Roma, die in der deutschen Hauptstadt leben.
Ganz rechts: Anna Schmitt
Das Team des Berliner Vereins Amaro Drom kümmert sich um kleine und große Probleme von Roma, die in der deutschen Hauptstadt leben. Ganz rechts: Anna Schmitt

Kindergelächter erschallt im grauen, zweiten Hinterhof in der Flughafenstraße im Berliner Stadtbezirk Neukölln. 14 Kinder sitzen zusammen, unterhalten sich und singen Lieder. Es ist ein wildes Durcheinander von Sprachen: Deutsch, Rumänisch und Romanes – so heißt die Sprache der Roma. Plötzlich geht ein Fenster im dritten Stock auf, eine Frau schaut raus und hebt drohend den Zeigefinger. Eines der Kinder sieht die Frau und ermahnt die anderen zur Ruhe. Doch lange können sie sich nicht bändigen und sind bald wieder in ihrer Kinderwelt versunken. Dann springen sie auf und rennen in den rechten Seitenflügel. Die Treppen beben unter dem Ansturm der vielen Kinderfüße. Im ersten Stock machen sie halt, öffnen eine weiße Tür und betreten die Räume von Amaro Drom.

Hallo in buntem Sprachenmix

Amaro Drom ist ein bundesweiter Verein, der 2006 von Roma gegründet wurde. Das Ziel des Vereins: Junge Roma sollen sich selbst organisieren. »Der Name...


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