Kampf um den freien Sonntag

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Bei der »brutalstmöglichen« Aushebelung von Arbeitnehmerrechten lässt sich die hessische Landesregierung von keinem was vormachen. Daran hatte der Wechsel des Ex-Regierungschefs Roland Koch an die Spitze von Bilfinger Berger nichts geändert.

Nun beklagen Gewerkschaften und Kirchen, dass den Christdemokraten und Liberalen auch die im Grundgesetz verankerte Sonntagsruhe nichts mehr wert ist. In Windeseile und am Parlament vorbei wollen sie mit dem Erlass einer hessischen »Bedarfsgewerbeverordnung« das Tor für Sonntagsarbeit auch in Branchen weit öffnen, die den Bedarf der Bevölkerung schon bisher an fünf Wochentagen befriedigen können. Dass das Bundesverfassungsgericht die Sonn- und Feiertage grundsätzlich von der werktäglichen Geschäftigkeit freihalten will, ist für die Regierenden in Wiesbaden ein Buch mit sieben Siegeln. Natürli...


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