Aus für Saab rückt näher

Schwedischer Autobauer beantragt Gläubigerschutz

Der Autobauer Saab beantragt in höchster Not eine Auszeit: Gläubigerschutz mit einem Zwangsverwalter von außen soll Zeit im Kampf gegen die bedrohlich nahe gerückte Pleite bringen. Experten äußern sich skeptisch.

Stockholm (dpa/ND). Der angeschlagene Autobauer Saab hat Gläubigerschutz beantragt und will das bedrohlich näher rückende Aus mit einem Zwangsverwalter abwenden. Wie das schwedische Unternehmen am Mittwoch in Trollhättan nördlich von Göteborg mitteilte, sei ein entsprechender Antrag am Morgen beim zuständigen Gericht in Vänersborg eingereicht worden. Saab steckt seit Monaten in großen Schwierigkeiten.

Das Gericht kündigte seine Entscheidung über den Antrag für Mittwochmittag an. Unter Gläubigerschutz – im Schwedischen als »Unternehmenssanierung« bezeichnet – wäre Saab vor möglichen Insolvenzanträgen geschützt und könnte versuchen, das Unternehmen mit dem Zwangsverwalter an der Spitze neu aufzustellen.

Saab hat im ersten Halbjahr 224 Millionen Euro Verluste eingefahren und, bedingt auch durch Produktionsausfälle, nur 13 000 Autos abgesetzt.

Saab teilte zu dem Antrag mit, angesichts der »begrenzten finanziellen Ressourcen« sei ...


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