Blutige Auseinandersetzungen um Bergbau

Peruanischer Umweltschützer und Friedenspreisträger Marco Arana überlebte einen Anschlag

Im Norden von Peru ist Bergbau ein Politikum. Viele der Bewohner lehnen die Ansiedlung von Minen ab, doch militante Befürworter gibt es auch. Die haben einen Anschlag auf Perus »Helden der Umwelt«, Marco Arana, verübt.

»Nur weil der Fahrer blitzschnell reagierte, kam niemand von uns zu Schaden«, berichtete Marco Arana per SMS. Sein Wagen war bei dem Dorf Cajas Capsol im Norden Perus unter Beschuss geraten. Kugeln und Steine schlugen in das Fahrzeug ein. Glücklicherweise blieben alle Insassen unversehrt.

Der 47-jährige Politiker, der bis vor einem Jahr noch als katholischer Seelsorger in Peru im Einsatz war, befand sich auf der Fahrt nach Huancabamba und war bereits ein paar Kilometer vor Cajas Capsol von bewaffneten Männern angehalten und kontrolliert worden. Arana, der sich national und international einen Ruf als Umweltschützer erworben hat, wollte in Huancabamba an den Feierlichkeiten anlässlich des vierten Jahrestages eines Referendums teilnehmen. Am 18. September 2007 hatten hier die Wahlberechtigten von vier Verwaltungsbezirken im äußersten Norden Perus nahe der Grenze zu Ecuador über ein einzige Frage abgestimmt: Bergbau oder nachhaltige landwi...


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