Mr. Marx – brillant und bissig

Marx-Engels-Forscher feierten in Berlin nicht nur neuen MEGA-Band

  • Von Karlen Vesper
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Sicht von Marx und Engels auf europäische Politik und Russland Mitte des 19. Jahrhunderts war das Thema einer zweitägigen Konferenz, zu der Wissenschaftler aus Europa und Asien sich in Berlin, im Domizil des Vereins Helle Panke, trafen. Sie feierten zudem das Erscheinen eines neuen Bandes der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA): Band IV/26.

Marx-Engels-Forscher sind ein eigenartiges Völkchen. Der Eifer und die Empathie, mit der sie sich Leben und Werk ihrer Protagonisten widmen, suchen ihresgleichen. Selbst Tagungspausen werden nicht mit privater Plauderei vergeudet, sondern zum Austausch neuer Erkenntnisse, zur Diskussion strittiger Fragen und editorischer Probleme genutzt.

Geistreich, aber ...

Mit leuchtenden Augen zitierte Manfred Neuhaus, bis dato in Personalunion Leiter der MEGA-Arbeitsstelle in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften sowie Sekretär der Internationalen Marx-Engels-Stiftung, aus Artikeln von Marx in der »New York Tribune«. Dessen Mitarbeit als Europakorrespondent im »linksliberalen Blatt mit sozialistischem Einschlag Fourierscher Prägung« verdankte sich einer Begegnung 1848. Wie der sich nun in den rastlosen Ruhestand begebende Leipziger kundtat, weilte der Chef des außenpolitischen Ressorts der »Tribune« in diesem Revolutionsja...


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