Aus für Rumäniens Silicon Valley

Nach nur drei Jahren will Nokia sein Werk in Jucu schließen / 2200 Kündigungen

  • Von Denis Grigorescu, Bukarest
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der finnische Handyhersteller will sein Werk im rumänischen Jucu bei Cluj bis zum Jahresende schließen. Nokia hatte die Produktion erst 2008 vom deutschen Bochum unter Protest von Politik und Gewerkschaften dorthin verlegt.

»Das Wunder hat genau drei Jahre gedauert. Was hatte ich für Erwartungen, was für eine große Chance war das. Und was für ein Unglück jetzt. Alles wird schlecht. Ich muss mir neue Arbeit suchen. Das ist hart, wirklich hart. Aber was kann man machen? Gerüchte, dass die Nokia-Fabrik schließt, hat es seit 2010 gegeben. Jetzt ist das wirklich so gekommen«, sagt Bogdan Colceriu. Er ist einer der 2200 rumänischen Arbeiter in der Nokia-Fabrik von Jucu nahe der Stadt Cluj, die zum Jahresende entlassen werden. Dann macht die Fabrik zu – endgültig, wie Nokia-Chef Stephen Elop am Donnerstag sagte. Von Schließungen sind auch andere Werke betroffen, so Malvern (USA) und Bonn (Deutschland). Bereits im Frühjahr wurde in Jucu die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Nokia geschlossen. 120 Mitarbeiter verloren ihren Job.

Kummer sind die Arbeiter von Jucu gewohnt. Sie wurden wegen der weltweit sinkenden Nachfrage nach Nokia-Handys im Laufe dies...


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