Schmöker auf Rädern

Fahrbibliotheken haben oft die festen Büchereien ersetzt. Doch es wird weiter gespart

  • Von Dieter Sell, epd
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Deutschlands erste Fahrbibliothek startete im Jahr 1925 in Worms, um Dörfer im rheinhessischen Umland zu versorgen. Heute gibt es mehr als 100 Fahrbibliotheken in Deutschland, doch ihre Zahl sinkt. In Bremen ist der derzeit modernste Bücherbus unterwegs.

21 Haltestellen fährt der moderne Bücherbus im Bremer Stadtgebiet an.

Bremen. In Kenia sind Kamele das Transportmittel für mobile Bibliotheken. »Bibliomulas« werden in Venezuela Maultiere genannt, die Bücher in entlegene Regionen schleppen. Die Skandinavier werden sogar per Eisenbahnwaggon und mit Schiffen mit Lesestoff beliefert.

»In Deutschland haben wir mehr als 100 Fahrbibliotheken«, sagt der Bremer Bibliothekar Matthias Weyh, der im Internet ein überregionales Portal gestaltet. Er leitet Deutschlands neuesten Bücherbus, der Woche für Woche an 21 Haltestellen Lesestoff in die Stadtteile bringt. Motto: »Wir kommen Ihnen entgegen.«

Auf Tour in Bremen

In den Regalen locken mehr als 4000 Bücher, Zeitschriften, CDs und DVDs. An diesem Tag parkt Weyh mit seinen Büchern auf Rädern vor der Grundschule in Bremen-Rönnebeck. Kaum öffnet sich zischend die breite Tür ins rollende Leseparadies, stürmt auch schon die Klasse 1a von Lehrerin Alexandra Gischkowsky die Ausleihtheke. »Ganz ruhig - keine Verle...


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