Baustopp per Gericht

Bahn darf am Stuttgarter Bahnhof erstmal keine Rohre verlegen

  • Von Gesa von Leesen, Stuttgart
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Bestimmte Arbeiten für das Grundwassermanagement für Stuttgart 21 sind per Gerichtsbeschluss gestoppt worden. Hinter diesem Teilbaustopp steht die fehlende Beteiligung des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) bei einer Planänderung der Bahn.

Der Baustopp fürs Grundwassermanagement kam zwei Tage nachdem die Bahn begonnen hatte, im Stuttgarter Schlossgarten Büsche zu roden und einen Graben auszuheben, um Leitungsrohre zu legen. 400 Stuttgart-21-Gegner hatten sich im Protest dagegen im Park versammelt, rund 70 versuchten mit einer Sitzblockade die Arbeiten zu verhindern. Mit massivem Polizeiaufgebot wurden die Bauarbeiten geschützt, größere Zwischenfälle blieben aus. Die Grünen-Abgeordnete und Vize-Landtagspräsidentin Brigitte Lösch forderte die Bahn auf, bis zur Volksabstimmung Ende November die Bauarbeiten ruhen zu lassen. »Das ist keine rechtliche Frage, sondern eine Frage des politischen Instinkts und der Vernunft«, meinte Lösch. Der Appell an den politischen Instinkt hat nicht gefruchtet, die rechtliche Schiene dagegen funktionierte nun.

Beim BUND Baden-Württemberg knallten gestern zwar nicht die Korken, die Freude aber war groß. »Endlich haben wir mal einen Punkt ge...


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