Revolte demokratischer Vernunft

Erneut Proteste gegen die Allmacht der Banken

  • Von Hans-Gerd Öfinger und Simon Brost
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Fast 6000 Demonstranten in Frankfurt am Main, 1500 in Berlin, 1500 in Köln und 1000 in Düsseldorf - nicht nur Attac ist zufrieden mit dem Aktionstag der Occupy-Bewegung am Samstag.

Eine Woche nach dem internationalen Bankenaktionstag kam es am Samstag bei sonnigem Herbstwetter wieder zu Aufzügen in Frankfurt am Main durch das Bankenviertel und zum Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Demonstranten drückten dort ihre Solidarität mit dem Protestcamp der »Occupy Frankfurt«-Bewegung aus, das am Wochenende in die zweite Woche startete.

Bei der Auftaktkundgebung am Rathenauplatz forderte Alexis Passadakis von Attac eine »Revolte der demokratischen Vernunft gegen die Arroganz der Macht«. Großbanken seien »kein Naturgesetz, sondern politisch gewollt«. Passadakis forderte die Schaffung demokratischer Banken durch eine Zerlegung und Überführung in die öffentliche Hand sowie eine massive Umverteilung von oben nach unten.

Etwas moderater gab sich ein Frankfurter Fondsmanager, der sich nach eigenen Angaben seit sieben Tagen im Camp »pudelwohl« fühlt. Er forderte eine »gerechte und faire freie Marktwirtschaft« un...


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