Auf dem Spiel

Weil Halberstadt kein Geld hat, droht dem Theater das Ende - ausgerechnet in dessen 200. Jahr

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.
»Unverzichtbar!« lautet das Saisonmotto des Theaters Halberstadt.
Wenn das kein Urvertrauen ist! »Unverzichtbar!«, steht über goldenem Grund auf dem schwarzen Spielzeitheft des Theaters Halberstadt. »Unverzichtbar!«, heißt es auf dem Plakat für »Lohengrin«, das in der Herbstsonne in einem Schaukasten hängt. »Unverzichtbar!«, ruft es schließlich auch von dem Banner, das die Theaterleute von Halberstadt am Tor ihres Hauses aufgespannt haben. 13 große Lettern - und dazu ein »keckes Ausrufezeichen«, wie Intendant Johannes Rieger formuliert.

Rieger sitzt in einem kargen Büro in einem spartanischen Zweckbau und könnte sich freuen: »Lohengrin« hatte dieser Tage Premiere. Er selbst dirigiert die Wagner-Oper, die so gut in das Repertoire des Hauses und die Region passt: König Heinrich I., der darin als Figur auftritt, ist in Quedlinburg begraben, dem zweiten Spielort des Nordharzer Städtebundtheaters. Die Inszenierung war ein Kraftakt und zeigt, »dass wir unter idealen Bedingungen Erstaunliches leisten kön...


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