Hexenverbrennung war »so in Ordnung«

Das meint zumindest der katholische Theologe Bernhard Meisen / Düsseldorfer CDU und Stadtspitze nicken

Wanderin, kommst du nach Düsseldorf, so zügele deine Zunge! Zwar ist die Gefahr, auf dem Scheiterhaufen zu landen, auch dort gebannt - seit 273 Jahren. Doch »Gotteslästerung« und »Unzucht« lösen in der nordrhein-westfälischen Hauptstadt noch immer harsche Reaktionen aus. So werden die letzten in Deutschland verbrannten »Hexen« wohl nicht rehabilitiert.

Die der Blasphemie Verdächtigte trug eine Dornenkrone, als sie, an einem glitzernden Kreuz hängend, gen Boden schwebte. Zudem wagte sie es, den Namen der Gottesmutter zu verunglimpfen. Das behaupteten zumindest jene Christenmenschen, die ihr nicht wohl gesonnen waren. Ein Fall von Gotteslästerung? Das zu überprüfen, hatte sich eigens ein Experte unter den Pulk gemischt, der das Spektakel staunend betrachtete. Ein Mann, der sich professionell mit solchen Fragen beschäftigte und dafür sorgte, dass Missetäterinnen bestraft werden. Zumindest in Düsseldorf und dessen Umland.

Doch Madonna Louise Ciccone, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Madonna, entging dem Tod auf dem Scheiterhaufen. Schließlich schrieb man bereits das Jahr 2006, das Spektakel war ein Konzert in der LTU-Arena. Und ihr Observateur stand nicht in den Diensten der Heiligen Inquisition, sondern der Staatsanwaltschaft Düsseldorf.

Nicht zuletzt jedoch war die Hexen...


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