Barrosos gute Wahl

Seit vier Jahren leitet Edmund Stoiber die Anti-Bürokratie-Gruppe der EU. Sehr bürokratisch

  • Kay Wagner, Brüssel
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Im September 2007 berief Kommissionspräsident José Manuel Barroso den früheren bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber zum Leiter der »Hochrangigen Gruppe zum Bürokratieabbau« bei der EU. Ziel sollte es sein, unnötige bürokratische Vorschriften ausfindig zu machen. Dabei, so heißt es aus Brüssel, sei die Stoiber-Gruppe sehr erfolgreich.

Blitzlicht durchzuckt den Raum, das kann nur bedeuten: Er ist da. Der Star des Abends, Edmund Stoiber. Vertieft ins Gespräch mit einigen Anzugträgern, ein Fotograf in seinem Rücken, steht er im Foyer der Vertretung Bayerns bei der EU in Brüssel. Den Kopf ein wenig schief, den Blick auf sein Gegenüber, zwischendurch ein leichtes Nicken. So kennt man ihn.

Später im Saal wird er als Ministerpräsident angesprochen. Obwohl er das Amt schon lange aufgegeben hat und an diesem Abend als Leiter der »Hochrangigen Gruppe für Bürokratieabbau« der EU-Kommission geladen ist. »Sehr geehrter Herr Ministerpräsident …«, hebt Hausherrin Angelika Schlunck an. »Sie, Herr Ministerpräsident …«, so der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber. Stoiber sitzt in der ersten Reihe. Mal nickt er, mal wiegt er den Kopf hin und her. Notiert etwas, dann ist die Reihe an ihm.

Lange bleibt er hinter dem Mikrofon stehen. Auch das kennt man. Immer wieder mit einer Hand ...


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