Falsche Wege beim globalen Waldschutz

Das Programm REDD soll Wälder und das Klima bewahren / Kritiker sehen nur eine neue Profitquelle für Konzerne

  • Von Verena Kern und Nick Reimer, Durban
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Eines der wichtigsten Themen in Durban ist REDD, ein Klimaschutzinstrument, das die globale Entwaldung reduzieren helfen soll. Vertreter der am stärksten betroffenen Länder leisten den größten Widerstand.

»Wir können nicht akzeptieren, dass unsere Wälder zu einem Geschäft gemacht werden«, sagt Marlon Santi. Der Vertreter indigener Völker stammt aus dem Amazonasgebiet in Südamerika, dem größten und für das globale Klima bedeutsamsten Regenwald der Welt. Genau jene Wälder sind es, die durch das neue Klimaschutzinstrument namens REDD geschützt werden sollen. Santi sieht das anders. Für ihn ist klar, dass das Programm verhindert werden muss, zumindest in der bislang geplanten Form. Diese werde die Wälder nicht schützen, ist Santi überzeugt. Im Gegenteil, die Waldzerstörung werde weiter gefördert. »Wir können die Heuchelei von REDD nicht akzeptieren.«

REDD steht für »Reducing Emissions from Deforestation and forest Degradation« - Reduzierung von Emissionen aus Entwaldung und Waldzerstörung. Die Grundidee für das neue Klimaschutzinstrument entstand auf dem Klimagipfel in Bali 2007. Zwei Jahre später wurde in Kopenhagen vereinbart, dass RE...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.