Tiefenbohrungen

Das Haus der Kulturen der Welt legt 2012 den Fokus auf die politische Kraft des Ästhetischen

  • Tobias Riegel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Hamid Karsai war schuld. Wegen der Sicherheitsvorkehrungen anlässlich des Besuchs des afghanischen Präsidenten verzögerte sich die Jahrespressekonferenz des Hauses der Kulturen der Welt (HKW). Ein Umstand, dem HKW-Intendant Bernd M. Scherer aber mehr Positives als Negatives abgewinnen konnte. »Dass dieser Besuch das Zentrum Berlins lahm legt, macht den ihm eingeräumten Stellenwert deutlich«, so Scherer. »Das ist ein weiteres Symptom dafür, dass die Atlantikzentren an Einfluss verlieren, die Ideen-Entwicklung zunehmend auch an den bisherigen Peripherien stattfindet.« Die Beleuchtung der kulturellen Entwicklungen an eben diesen »Peripherien« ist im nächsten Jahr Zielsetzung des vom Bund getragenen Hauses im Tiergarten.

Auch 2012 wird das Programm der »Schwangeren Auster« eine Melange aus Festivals, Ausstellungen, Konzerten und Gesprächspodien sein. Trotz der teils sehr politischen Sujets soll aber auf konkrete politische Aussagen ode...


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