Premiere nach 103 Jahren

Erstmals in der Geschichte des Berliner Sechstagerennens dürfen Frauen in der »elliptischen Tretmühle« ihre Runden drehen

Die Bahnradsportler haben im Jahr 2012 ein großes Ziel vor Augen: Olympia in London. Das Berliner Sechstagerennen vom 26. bis 31. Januar 2012 ist da nur eine Episode in der Vorbereitung, allerdings eine lukrative. An den sechs Tagen werden ihnen 75 000 Zuschauer im Velodrom zujubeln. In diesem Jahr fahren erstmals auch Frauen um die Wette.

Es war keine leichte Aufgabe für die Sechstage-Macher um Geschäftsführer Heinz Seesing, der gestern die Pläne für 2012 vorstellte. Wie sollte man weitermachen nach jenem legendären 100. Sechstagerennen Anfang dieses Jahres, bei dem die Lokalmatadoren Robert Bartko und Roger Kluge sich nach sechs spannenden Tagen schließlich unter dem Jubel der Massen die Siegerschleife holten: »Das waren perfekte Stimmungsbilder, absolute Spitze!«, schwärmte gestern der ansonsten eher zurückhaltend formulierende Seesing, Doch das Lob barg auch das Problem: Was könnte man 2012 überhaupt besser machen?

Ein Blick auf das Olympiaprogramm der Bahnradsportler verhalf den Sechstage-Organisatoren schließlich zu einem neuen Ansatz: Denn der Radsport-Weltverband UCI hat das olympische Medaillenprogramm komplett umgemodelt - zugunsten der Gleichberechtigung: Die Einerverfolgung und das Punktefahren wurden für Frauen und Männer gestrichen, ebenso der Ma...


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