Zehntausende gegen Rassismus

Proteste in Italien gegen Morde an Migranten

  • Von Matilda Bombolone
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Zehntausende Menschen demonstrierten am Wochenende in mehreren italienischen Städten gegen Rassismus und gedachten der senegalesischen Opfer des Mordanschlags, den Gianluca Casseri am vergangenen Dienstag verübte.

Bis zu 20 000 Menschen gingen am Samstag allein in Florenz auf die Straße und setzten ein Zeichen gegen den rassistischen Anschlag von Gianluca Casseri auf migrantische Straßenhändler. Der Umzug begann auf dem Platz Dalmazia, wo der Rechtsextemist am vergangenen Dienstag zwei Senegalesen auf dem dortigen Markt erschoss und mehrere verletzte, bevor er sich zu einem weiteren Markt im historischen Zentrum von Florenz aufmachte. Auch dort schoss Casseri gezielt auf afrikanische Händler und verletzte mehrere von ihnen. Von der Polizei umzingelt, tötete sich der Attentäter schließlich selbst.

Die Angehörigen der beiden Toten Mor Diop und Modou Samb führten den Umzug durch Florenz an. Die senegalesische Gemeinde wurde von vielen Italienern unterstützt. Sogar die Führer der Demokratischen Partei, Pier Luigi Bersani, und der links-ökologischen Partei SEL, Nichi Vendola, reisten an. Wie der Bürgermeister von Florenz, Matteo Renzi, reihten sie...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.