Feierabend in »Sun City«

Seniorenwohnpark Meppen: Dorf der zufriedenen Alten

  • Von Volker Stahl
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Wenige Kilometer vor der holländischen Grenze hat ein Bauunternehmer das erste Seniorendorf Deutschlands aus dem Boden gestampft. Die Siedlung der Alten ist noch nicht ganz fertig. Die Auffahrt versinkt im Matsch, am Gemeinschaftshaus wird noch gewerkelt. Doch fast alle sind bereits eingezogen. Ein Besuch bei den Pionieren Am Heideweg in Meppen.

Skat-Kloppen den ganzen Tag ...

Vor wenigen Monaten kannten sie sich noch nicht, jetzt zocken sie zu viert Karten. Eine Keksdose macht an diesem trüben Donnerstagnachmittag im Dezember die Runde. Getrunken wird nicht Bier, sondern Cola. »Eigentlich darfst du hier gar nicht wohnen«, frotzelt der Kölner Dieter Laux (65). Der Emsländer Walter Jansen ist mit 58 Jahren das Küken in der Runde und durfte nur deshalb einen der 36 Bungalows auf dem zwei Hektar großen Grundstück erwerben, weil er Frührentner ist. »Stimmt gar nicht«, sagt der joviale Rheinländer: »Gib's zu: Deine Frau ist älter als du!« Laux spielt damit auf das zweite Kriterium an, das Menschen unter 60 Mitglied der Gemeinschaft der Alten werden lässt: Jüngere Ehepartner dürfen mit einziehen.

Laux und sein neuer Skatbruder Georg Merten (70) haben aus dem Fernsehen vom »Seniorenwohnpark« erfahren. Laux war sofort klar, dass er mit seiner »Nanni« nach Meppen fährt und sich vor Ort informiert. Eine Woche hat ...


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