Ahnungslose Ermittlungsbehörden

  • Von Bernhard Witthaut
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

»Stoltenberg war nicht aktionistisch, nicht affektgesteuert, sondern in seiner Fassungslosigkeit wohltuend klug und besonnen«, beschrieb die Wochenzeitung »Die Zeit« wie viele andere Medien in Deutschland die besonnene Haltung des norwegischen Ministerpräsidenten nach den grausamen rechtsextremistischen Anschlägen auf ein Jugendcamp Ende Juli 2011. »Er demonstrierte keine militärische Entschlossenheit, wies niemandem die Schuld zu, er forderte auch keine Gesetzesänderungen, wie das jetzt reflexhaft in Deutschland bereits begonnen hat«, hieß es weiter. Und das Internetportal der »Welt« ergänzte: »Er erneuerte auch das Bekenntnis zur Meinungsfreiheit, auch wenn es um solche extremen Positionen wie jene des 32-jährigen Attentäters gehe.« An diese in der Tat bewundernswerte Haltung des norwegischen Ministerpräsidenten sei in diesen Tagen und Wochen nach der Aufdeckung der rechtsextremistischen Terrorserie in Deutschland erinnert.

Dass ...


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