Nachrichtenagentur Generalstreik

Radios, Zeitungen, Fernsehen - in Barcelona gibt es eine lebhafte Szene von Bewegungsmedien

  • Ralf Hutter, Barcelona
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.
Blick in die Redaktion von »Directa«, »der neuen Zeitschrift der sozialen Bewegungen« (wie das Plakat besagt), die im Oktober 2005 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die aktuelle Titelschlagzeile handelt vom Bau des angeblich größten Luxusjachthafens des Mittelmeers in Barcelona.
Blick in die Redaktion von »Directa«, »der neuen Zeitschrift der sozialen Bewegungen« (wie das Plakat besagt), die im Oktober 2005 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die aktuelle Titelschlagzeile handelt vom Bau des angeblich größten Luxusjachthafens des Mittelmeers in Barcelona.

Das haben sie davon, die »Freien Elektronen«. So ist das eben mit Freiem Radio, wo Medienzugang für alle oberstes Gebot ist. Da wird der deutsche Journalist spontan in die Studiorunde integriert, soll sich zu allen Themen frei äußern können - und dann sagt er Dinge, die ihn in vor Schreck geweitete Augen blicken lassen.

Es ist früher Abend am nördlichen Stadtrand von Barcelona, im in einen steilen Berg gehauenen Stadtteil Roquetas. Hier befindet sich in einem Nachbarschaftszentrum Radio Bronka (was so viel wie »Anschnauzer« bedeutet). »Freie Elektronen« nennen sich drei Anarchistinnen über 30, die seit Anfang 2011 eine zweiwöchentliche Sendung zur »historisch-anthropologischen Analyse von Konflikten« machen. Heutiges Thema ist der Israel-Konflikt; auch eine Aktivistin, die kürzlich in den palästinensischen Gebieten gewesen ist, berichtet. Doch die Sendung endet für die Macherinnen mit Resignation: Schon wieder so ein Deutscher, der ...


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