Konsolidierung durch Arbeitsplatzabbau

Finnischer Stahlhersteller übernimmt Edelstahlsparte von ThyssenKrupp und streicht 1500 Jobs

  • Von Andreas Knudsen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Bei ThyssenKrupp in Bochum und Krefeld zittert die Belegschaft um ihre Jobs: 850 Arbeitsplätze will der finnische Käufer Outokumpu allein in Deutschland abbauen, um das Unternehmen wieder auf Gewinnkurs zu führen. Auf betriebsbedingte Kündigungen soll allerdings bis 2017 verzichtet werden.

Mit der Übernahme der Edelstahlsparte Inoxum des deutschen Konzerns ThyssenKrupp kommt der finnische Edelstahlproduzent Outokumpu seinem erklärtem Ziel näher, unbestrittener Marktführer bei Edelstahlerzeugnissen zu werden. In den vergangenen zehn Jahren führte das halbstaatliche Unternehmen ein ehrgeiziges Expansionsprogramm durch. Ein wichtiger Schritt dazu war 2001 die Übernahme des schwedisch-britischen Stahlproduzenten Avesta mit Hauptsitz in Sheffield. Mit diesem Schritt verbunden war die schrittweise Abstoßung der ursprünglichen Unternehmensaktivitäten im Kupfer-, Zink- und Bronzebereich. Outokumpu wurde 1932 gegründet, aber die Wurzeln im Nicht-Stahlbereich gehen mehrere hundert Jahre zurück. Als dieser nicht mehr profitabel genug war, wurden diese Firmen ab 2004 an verschiedene finnische Unternehmen verkauft.

Outokumpu konzentrierte sich auf das Edelstahlgeschäft, musste aber feststellen, dass das Geldverdienen in diesem Be...


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