Sex, Hasch, Mannesehre

Ronald Tavel als junger Amerikaner in Marokko: Er verarbeitete seine Reiseerfahrungen

  • Von Michael Sollorz
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Marokko Anfang der 1960er: Der Freiheitsjubel ist verklungen. Nach hundert Jahren als Kolonie brachte die Unabhängigkeit zunächst einmal Arbeitslose en masse und einen Exodus von Kapital und Fachkräften. Ein regelmäßiger Hauptstadtbesucher klagt: »Ich werde es mir gut überlegen, ob ich überhaupt noch einmal nach Tanger komme. Die ganze Stadt wirkt auf mich wie ein heruntergekommener Basar voller billiger Huren und verrückter Touristen.«

Diese unheile Welt am Vorabend der Modernisierung, noch lange vor dem Massentourismus, betritt Mark Crane aus New York, ein 18-Jähriger auf der Suche nach der großen Erfahrung, die ihn zu sich selbst führen soll. Der Zugang zum besten Gras ist schier unbegrenzt; unentwegt bekifft, sucht Mark die ungreifbare Wirklichkeit hinter den Dingen. Mit seinem kargen Budget von ein paar Dollar pro Tag ist er im Orient ein reicher Mann, attraktiv für Tagediebe in den Gassen, deren Denken sich vor allem um Sex d...


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