Kahlschlag bei der Inklusion

Hamburgs SPD-Senat plant drastische Einschnitte an Regel- wie an Sonderschulen

  • Von Guido Sprügel
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der Hamburger SPD-Senat streicht die Mittel für die Integration behinderter Schüler zusammen. Damit die Einschnitte an den Regelschulen nicht ganz so hart erscheinen, nimmt er den noch bestehenden Sonderschulen ihre Sprachförderstunden kurzerhand weg.

Die Bildung wird von jedem Politiker in Deutschland hochgehalten. Und auch mit der Integration behinderter Schüler kann man sich schmücken. Wenn es jedoch, wie in Hamburg, an die konkrete Umsetzung geht, regiert schnell der Rotstift. So schickt sich aktuell der Hamburger SPD-Senat an, die Inklusion behinderter Kinder an Grund- und Stadtteilschulen zunehmend zu erschweren. In einer Senatsdrucksache hat er seine neuen Pläne für die Umsetzung der Inklusion zusammengefasst. Mit 3,5 Stunden doppelt besetztem Unterricht sollen Kinder mit Handicaps in Zukunft pro Woche auskommen müssen. Davon werden nur 1,4 Stunden durch ausgebildete Sonderpädagogen abgedeckt, in der restlichen Zeit werden in Zukunft kostengünstige Erzieher und Sozialpädagogen eingesetzt.

»Teilweise fällt der Senat hinter den bisherigen Standard zurück. Integrative Regelklassen und Integrationsklassen werden entgegen den Wahlaussagen der SPD abgeschafft und durch Maßnahme...


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