Schlecker-Mitarbeiter im Ungewissen I

Vor der Kündigung stehende Angestellte sollen in eine Transfergesellschaft, die es noch nicht gibt

  • Von Gesa von Leesen, Stuttgart
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Das Ping-Pong-Spiel zwischen Baden-Württemberg und dem Bund über die Finanzierung der Schlecker-Transfergesellschaft scheint erfolgreich beendet zu werden. Die benötigten 71 Millionen Euro sollen nun über einen Kredit der bundeseigenen KfW-Bank kommen, der wiederum durch Landesbürgschaften gesichert wird. So jedenfalls die Idee.

»Wenn das so funktioniert, wäre das ein echter Durchbruch«, urteilt Bernd Riexinger, ver.di-Chef in Stuttgart, über die Idee einer kreditfinanzierten Transfergesellschaft für die entlassenen Schlecker-Mitarbeiter. Ein Sprecher des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums dämpft jedoch die Erwartungen: »Einigung - das wäre zu weit gegriffen.« Vorsichtig optimistisch sei man. Am Montag werden sich in Berlin Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums sowie Staatssekretäre und Ministerialdirektoren der Länder treffen, um Näheres zu besprechen. »Das Treffen findet statt. Das ist ein positives Zeichen«, so der Sprecher.

Der baden-württembergische Finanzminister Nils Schmid (SPD) hatte sich in den vergangenen Tagen vehement für eine Lösung mit Hilfe der KfW eingesetzt. Nachdem das Bundeswirtschaftsministerium von Philipp Rösler (FDP) einen KfW-Kredit abgeleh...


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