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Protest für und wider Kohlestrom

Potsdam (dpa). Befürworter und Gegner der Kohleverstromung wollen am Mittwoch vor dem Landtag in Potsdam demonstrieren. Wie die Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Energie (IG BCE) am Dienstag mitteilte, sollen zur Regierungserklärung von Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) zur Energiestrategie 2030 mehrere hundert Bergleute ein starkes Zeichen für die Bedeutung der Braunkohle setzen.

Gleichzeitig wollen sich Mitglieder der Umweltorganisation Greenpeace für einen Ausstieg aus der Braunkohle bis 2030 einsetzen. Die rot-rote Landesregierung hält an einem Energiemix fest, in dem Kohle als Brücke in die Zukunft gesehen wird.

Mit der Lausitzer Braunkohle wird nach Ansicht der IG BCE eine grundlastfähige Energieversorgung und Netzstabilität zu fest kalkulierbaren Preisen gesichert. »Mit der Energiestrategie 2030 leistet Brandenburg einen wichtigen Beitrag zur Energiewende«, betonte der stellvertretende Gewerkschaftschef Ulrich Freese.

Dagegen werfen die Greenpeace-Aktivisten Platzeck sowie Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (LINKE) beim Klimaschutz Versagen vor. Sie forderten beide auf, endlich eine Wende in der Brandenburger Energiepolitik und einen mittelfristigen Ausstieg aus der Braunkohlenutzung einzuleiten. Mit der Energiestrategie 2030, die auf den Einsatz der CCS-Technologie zur unterirdischen Speicherung des Klimagases Kohlendioxid setzt, werde Brandenburg seine Ziele im Klimaschutz weit verfehlen. Die Regierung habe keinen Plan B, falls die CCS-Technik scheitere, so die Umweltschützer.

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