Neue Rassismusdebatte in USA

Energische Proteste gegen Mord an afroamerikanischem Teenager

Einen Monat nach dem Tod eines afroamerikanischen Teenagers, der von einem Mitglied einer Bürgerwehr erschossen wurde, sind die meisten US-Bürger für die Festnahme des Schützen.

Sanford (AFP/nd). Laut einer am Montag veröffentlichten CNN-Umfrage sprechen sich 73 Prozent der Befragten dafür aus, George Zimmerman wegen der tödlichen Schüsse festzunehmen. Rund 8000 Menschen versammelten sich in Sanford zu einem Protestmarsch.

Der Fall löste in den USA eine heftige Debatte über Rassismus im Justizsystem und laxe Waffengesetze aus. Der 17-jährige Trayvon Martin war am 26. Februar in Sanford (Florida) von dem 28-jährigen Zimmerman erschossen worden. Der Jugendliche war unbewaffnet. Zimmerman, ein Weißer mit hispanischen Wurzeln, gab an, aus Notwehr gehandelt zu haben. Die Polizei ließ dies gelten und setzte ihn auf freien Fuß. Dabei berief sie sich auf das »Stand Your Ground«-Gesetz (Weiche nicht zurück), das Bürgern in Florida ein besonders weitgehendes Recht auf Selbstverteidigung einräumt.

An d...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.