Kein Gespräch mit Ausbeutern

Gewerkschaftsdachverband setzt Boliviens Regierung mit Generalstreik unter Druck

  • Von Benjamin Beutler
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mit einem 24-Stunden-Streik protestierte Boliviens mächtigster Gewerkschaftsverband für bessere Gehälter. Die linke Regierung von Evo Morales zeigt dafür wenig Verständnis.

Steigende Staatseinnahmen aus dem boomenden Gasgeschäft führen in Bolivien derzeit zu massiven Lohnforderungen von Staatsbediensteten. Mitte der Woche war es im ganzen Land zu Protesten für mehr Gehalt gekommen, Medienberichten zufolge nahmen aber nur wenige Beschäftigte an dem 24-Stunden-Generalstreik teil. Hinzu kommt ein Medizinerstreik gegen die Erhöhung der Arbeitszeit von sechs auf acht Stunden täglich.

»Die Lohnsteigerungen werden immer über der Inflationsrate sein«, verteidigte Präsident Evo Morales am Donnerstag die Gehaltspolitik der regierenden »Bewegung zum Sozialismus« (MAS). Der MAS-Chef, der auf einem Parteitag seine erneute Präsidentschaftskandidatur für 2014 angekündigt hatte, verteilte in der Millionenstadt El Alto Hunderte Gratis-Laptops an Lehrer. Doch der Konflikt zwischen der Regierung und dem mächtigen Gewerkschaftsdachverband »Arbeiterzentrale Boliviens« (COB) aber schwelt weiter.

»Ich würde gerne mehr za...


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