Ratlose Klimaingenieure

Diskussion über technische Mittel gegen Treibhauseffekt wurde wenig konkret

  • Von Wolfgang Pomrehn
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Soll die Menschheit versuchen, durch technische Maßnahmen das Klima so zu beeinflussen, dass der Klimawandel abgebremst wird? Diese nicht ganz neue Frage stand vergangene Woche im Mittelpunkt einer Diskussion in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Frustriert von den zögerlichen Maßnamen zur Beschränkung der Treibhausgasemissionen hatte der Chemie-Nobelpreisträger und Atmosphärenchemiker Paul Crutzen 2006 in einem Fachartikel gefordert, Mittel zu entwickeln, mit denen das Klima notfalls gezielt abgekühlt werden kann. Crutzens Beitrag hat in den letzten Jahren eine Reihe von Forschungsvorhaben angestoßen.

Um über Sinn, Nebeneffekte und ethische Implikationen derartiger Maßnahmen zu diskutieren, hatte die Max-Planck-Gesellschaft Mitte vergangener Woche in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften nach Berlin eingeladen. Mit dem Publikum debattierten dort der Geophysiker Hauke Schmidt und der Philosoph Gregor Betz. Ersterer leitet am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg die Arbeitsgruppe Mittlere und Höhere Atmosphäre, Letzterer beschäftigt sich am Karlsruher Institut für Technologie mit ethischen und philosophischen Aspekten der Klimaforschung.

Schmi...


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