Märkte wieder durchschaubar machen

Die Vertreterin der EU-Kommission Fabregas Fernandez über die Änderung der europäischen Finanzmarktrichtlinie

Derzeit wird in Brüssel die sogenannte Finanzmarktrichtlinie (MiFID) überarbeitet. Sie ist eine der wichtigsten europäischen Regelungen für den Wertpapierhandel. Am Rande einer Konferenz der linken Fraktion im Europäischen Parlament zum Thema, die von den Abgeordneten Gabi Zimmer und Jürgen Klute organisiert wurde, sprach für »nd« Stephan Lindner mit der zuständigen Mitarbeiterin in der EU-Kommission, Maite Fabregas Fernandez.

Maite Fabregas Fernandez

nd: Wie will die EU-Kommission die negativen Effekte von Spekulation auf den Finanzmärkten stoppen?
Maite Fabregas Fernandez: Eines unserer Leitmotive bei allen Finanzmarktreformen ist, dass die Finanzmärkte wieder der Realwirtschaft dienen sollen. Das wollen wir bei der Überarbeitung von MiFID zum einen dadurch erreichen, dass zukünftig alle Finanzmarktteilnehmer von der Richtlinie erfasst werden sollen, bis auf sehr beschränkte und gerechtfertigte Ausnahmen. Aktuell gibt es da zu viele Ausnahmen, insbesondere im Bereich der Derivate. Zudem wollen wir für mehr Transparenz sorgen. Heute können selbst die zuständigen Behörden oft nicht abschätzen, was gerade auf den Märkten passiert, weil es zu wenig Berichtspflichten gibt.

Um exzessive Preisschwankungen auf den Rohstoffmärkten zu verhindern, wollen wir Positionslimits oder alternative Regelungen mit gleichem Effekt verpflichtend vorschreiben. Rohstoffhändler dürfen dann nur noch ...



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