Für ein antifaschistisches Viertel

Ein Besuch bei »Barrio Antifascista«, der wohl politischsten Bühne beim Myfest

  • Von Ralf Hutter
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Musiker Yok auf der Bühne des »Barrio Antifascista«

Ukulele, Gitalele (eine Mischung aus Gitarre und Ukulele), Basstrommel, Becken, Akkordeon und Gesang. Yok tritt alleine auf, aber der Soundcheck dauert relativ lange, entsprechend der Zahl seiner Instrumente. Es ist halb zwei Uhr mittags am Rand des Kreuzberger »Myfest«: Während die politischen und kulinarischen Stände am Mariannenplatz bereits regen Zuspruch finden und aus den umliegenden Straßen laute Bässe dröhnen, wird auf einer Wiese hinter dem Bethanien noch Hand an die Bühnentechnik gelegt. Auf der Bühne ein multiinstrumentaler Glatzkopf, der zur Ukulele den Sex-Pistols-Klassiker »Anarchy in the UK« anspielt und danach weitere Mikrofone für Akkordeon und Gesang einstellen lässt.

Yok ist witzig, aber mitnichten ein beliebiger Alleinunterhalter-Clown. Seit 25 Jahren mache er »im Spektrum der radikalen Linken« in verschiedenen Formationen Musik, sagt er später. Dementsprechend sieht auch die Bühne aus, auf der er sich für seinen...


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