Sie haben millionenfaches Morden beendet

8. Mai 1945, Tag der Befreiung - In Deutschland wird der Befreier immer noch ungenügend gedacht

  • Von Kurt Pätzold
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.
Der Rotarmist vom Ehrenmal in Berlin-Tiergarten

Richten sich Gedanken und Blicke der letzten deutschen Zeitgenossen oder der Mehrheit der Nachgeborenen auf das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, tauchen ihnen Bilder von Opfern auf. Sie haben sich ihnen tief in das Gedächtnis eingegraben, sind von Fotos und Filmen her bekannt oder auch aus Erzählungen und Schriften. Da sind die Flüchtenden zu Fuß und auf den verschiedensten Fahrzeugen aus Ostpreußen, Pommern, dem Osten Brandenburgs und Schlesiens, die nicht in das nahende Kriegsgeschehen geraten wollten. Dort die Trümmer der durch Fliegerangriffe zerstörten Städte in West und Ost, Chemnitz und Potsdam, Pforzheim und Würzburg. Da die immer noch schießenden Wehrmachtssoldaten im Vorfeld von Berlin an der Oder, in der »Festung Breslau«, am Rhein und im Ruhrkessel. Sodann die Kolonnen auf dem Weg in die Kriegsgefangenschaft.

Im letzten Jahrzehnt haben die Hersteller von Filmen dieser Perspektive der Geschichtserinnerung mächtig ...


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