Resistente Malaria breitet sich aus

Untersuchungen im Nordwesten Kambodschas und in Thailand zeigen Erreger, gegen den Artemisinin nicht mehr wirkt

  • Von Michael Lenz
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Saphire und Rubine bilden den Reichtum der Region Pailin im Nordwesten Kambodschas. Die Edelsteinminen rund um die letzte Trutzburg der Roten Khmer ziehen jährlich Tausende Wanderarbeiter aus Laos, Thailand, Myanmar und anderen Regionen Kambodschas an. Jetzt hat sich die Region an der Grenze zu Thailand zu einem Gesundheitsrisiko für Millionen von Menschen weit über Kambodscha hinaus entwickelt. Denn von hier aus verbreitet sich seit gut zehn Jahren eine Malariaform, die resistent gegen das derzeit wirksamste Malariamedikament Artemisinin ist.

Fieberhaft arbeiten Wissenschaftler daran, jene mutierten Stellen im Erbgut des von Moskitos übertragenen Erregers Plasmodium falciparum zu identifizieren, die verantwortlich für die Resistenzen sind. Aber das ist einfacher gesagt als getan, zumal die Wissenschaftler bis heute nicht einmal genau wissen, wie das von chinesischen Forschern auf Grundlage traditioneller chinesischer Medizin vor ei...


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