Putin holt Vertraute in den Kreml

Umbesetzungen in russischer Regierung und Präsidentenamt

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der russische Präsident Putin hat mehreren seiner Ex-Minister Beraterposten im Kreml verschafft. Experten schätzen, sie sollen die Regierung kontrollieren und dafür sorgen, dass Premier Medwedjews politische Ambitionen nicht in den Himmel wachsen.

Das große Stühlerücken ist zu Ende. Am Montag legte der russische Präsident Wladimir Putin die neue Kabinettsliste vor, gestern die des Präsidentenamtes. Bei den meisten Personalien handelt es sich um einen bloßen Rollentausch. Putin hat nun nicht nur enge Vertraute in der neuen Regierung, wie Außenamtschef Sergei Lawrow und Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow, sondern berief am Dienstag zudem mehrere seiner früheren Minister in den Kreml, darunter Verkehrsminister Igor Lewitin, Gesundheitsministerin Tatjana Golikowa und Bildungsminister Andrej Fursenko.

Die meisten wurden zu persönlichen Beratern des Präsidenten ernannt oder fassten andere hohe Ämter ab, vor allem in der Kremladministration. So etwa der durch Folterskandale diskreditierte ehemalige Innenminister Raschid Nurgalijew, den Putin zum Vizekoordinator des nationalen Sicherheitsrates berief.

Die Kremladministration ist Russlands...


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