Es geht nicht ohne Landwirte

Wie der Seggenrohrsänger in Polens größtem Nationalpark Bauern und Naturschützer zusammenbringt

  • Benjamin Haerdle
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der Biebrza-Nationalpark im Nordosten Polens ist mit 60 000 Hektar der größte Nationalpark unseres Nachbarlandes. Paradox: Einige Biotope bräuchten Bewirtschaftung - doch das Interesse ist gering.

Sumpfige Flussaue an der Biebrza, wie sie der Seggenrohrsänger liebt.
Sumpfige Flussaue an der Biebrza, wie sie der Seggenrohrsänger liebt.

Die Elche bringt nichts aus der Ruhe. Nur fünf Meter von der Landstraße entfernt rupfen die Tiere im Morgengrauen entspannt das frische Grün. Im Biebrza-Nationalpark finden die mächtigen Tiere ideale Lebensbedingungen vor. Rund 650 Elche gibt es hier.

Nicht nur der Elch fühlt sich an der Biebrza wohl. In der Auenlandschaft des Flusses, der sich über 155 Kilometer durch den Nationalpark windet, haben Wissenschaftler mehr als 280 Vogel-, 48 Säugetier- und 1000 Pflanzenarten nachgewiesen. Artur Wiatr, der in der Nationalparkverwaltung die Kooperation mit den umliegenden Gemeinden organisiert, freut diese hohe Artenvielfalt. »Der Nationalpark erlebt momentan einen der besten Momente in seiner Geschichte«, sagt er. Ein Grund ist ein unscheinbarer, rund zwölf Zentimeter großer brauner Vogel - der Seggenrohrsänger. Rund 3200 Paare gibt es in ganz Polen, die meisten im Biebrza-Nationalpark. Ein Viertel des weltweiten Bestandes ist das. Doc...


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