Multipolare Welt gewinnt an Kontur

China und Russland wollen den internationalen Einfluss der »Shanghai-Gruppe« weiter ausbauen

  • Werner Birnstiel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Vom Treffen der Staats- und Regierungschefs der Shanghai Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) heute und morgen in Peking werden neue Impulse vor allem durch die Abstimmung einer mittelfristigen Entwicklungsstrategie erwartet. Das geschieht erstmalig in der Geschichte der 1996 gegründeten SOZ.

Auch das sind Signale aus Peking: Bevor Russlands Präsident Wladimir Putin zum Antrittsbesuch nach Washington reist, trifft er mit seinem chinesischen Amtskollegen Hu Jintao zusammen. Und als Beobachter beim Gipfel der Shanghai-Gruppe wird Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad erwartet. Teherans Atomprogramm wird auch zentrales Thema seiner Gespräche mit Hu Jintao sein. Iran ist besonders um Verständigung mit Peking bemüht, weil China ein Streben Teherans nach Atomwaffen zwar ablehnt, sich aber ebenso gegen die harte Haltung des Westens gegenüber Iran wendet und im UNO-Sicherheitsrat sein Veto einlegen kann, wenn Sanktionen gegen Teheran durchgesetzt werden sollen.

Von China, Russland, Kasachstan, Kirgisistan und Tadshikistan (2001 kam Usbekistan hinzu) als »Vertrag über die Vertiefung des militärischen Vertrauens in Grenzregionen« ins Leben gerufen, hat sich die SOZ mittlerweile zu einer Organisation entwickelt, in der wirtschaftl...


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