Britische Pop-Art

Kitaj im Jüdischen Museum

(epd). Das Jüdische Museum Berlin zeigt von Mitte September an die erste umfassende Retrospektive des vor fünf Jahren gestorbenen amerikanischen Künstlers R. B. Kitaj (1932-2007). Zu sehen sind in der Schau 130 Gemälde, Druckgrafiken und Zeichnungen aus allen Schaffensperioden Kitajs, wie das Museum am Mittwoch in Berlin ankündigte.

Die Leihgaben stammen unter anderem aus dem MoMA in New York, der Tate Gallery in London und der Sammlung Thyssen-Bornemisza in Madrid. Zudem kann das Jüdische Museum erstmals auch auf den gesamten Nachlass aus dem »Yellow Studio«, dem Atelier des Künstlers in Los Angeles, zurückgreifen.

Die Ausstellung stellt nach Angaben des Museums das Lebenswerk des jüdischen Künstlers in zehn Themenräumen vor. Allein zwei Räume umkreisen seinen »Circle of Friends«, zu dem der Maler David Hockney, der Schriftsteller Philipp Roth und der Rabbiner Albert Friedlander gehören. Weitere Räume sind der Auseinandersetzung mit seiner jüdischen Identität gewidmet.

Kitaj, der mit Unterbrechungen zwischen 1957 und 1997 vorwiegend in England lebte, gilt als Wegbereiter einer neuen figurativen Kunst und Vertreter der britischen Pop-Art. In Deutschland waren seine Werke erstmals auf der Documenta III 1964 in Kassel zu sehen. Seit Mitte der 70er Jahre positionierte er sich zudem explizit als jüdischer Künstler und verstand sein Werk als moderne jüdische Kunst. Die Ausstellung läuft vom 21. September bis 27. Januar. Anlässlich des 80. Geburtstages von R.B. Kitaj ist zudem ein Symposium geplant.

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